12.08.2026
Welchen Einfluss hat das Glas darauf, wie ein Wein wahrgenommen wird? Bei der Kombination der Cuvées von André Macionga mit den Gläsern von Zieher treffen zwei unterschiedliche Handwerke aufeinander. Dabei geht es nicht allein um Ästhetik, sondern vor allem darum, wie sich Aromen im Glas entwickeln.
André Macionga beschäftigt sich intensiv mit der Kunst des Cuvetierens. Der ehemalige "Sommelier des Jahres" der F.A.Z. und "Gastgeber des Jahres" des Gault&Millau kombiniert dafür unterschiedliche Weine und arbeitet mit Säure, Tannin, Frucht und Würze, bis die einzelnen Komponenten aus seiner Sicht zusammenspielen. Das Ergebnis sind komplexe Cuvées, deren unterschiedliche Aromen sich im passenden Glas entfalten sollen.
Hier setzt Zieher mit seinen mundgeblasenen Weingläsern an. Charakteristisch ist neben der dünnen Wandung und dem großzügigen Kelch insbesondere eine Ausformung im Boden des Glases. Diese soll beim Schwenken für eine stärkere Verwirbelung des Weins sorgen und damit dessen Kontakt mit Sauerstoff unterstützen. Ziel ist es, die Aromen schneller und differenzierter zur Entfaltung zu bringen.
In Verbindung mit den Cuvées von Macionga sollen die Gläser die unterschiedlichen Eigenschaften der Weine stärker hervortreten lassen. Die Aromatik öffnet sich in der Nase, Nuancen treten klarer hervor und die Textur am Gaumen wirkt feiner strukturiert.
Für die Gastronomie ist die Wahl des Glases damit mehr als eine Frage der Optik. Gerade bei hochwertigen und komplexen Weinen kann das Glas Teil der Inszenierung und des Genusserlebnisses sein. Das Zusammenspiel von Wein und Glas soll dazu beitragen, die Arbeit des Winzers beziehungsweise Cuvetiers für den Gast möglichst differenziert erlebbar zu machen.
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