07.10.2026

Posthotel stellt Gastronomiekonzepte neu auf

Alexander Herrmann. Foto: Nils Hasenau

Alexander Herrmann will das Posthotel in Wirsberg bis 2032 baulich und konzeptionell weiterentwickeln. Den Auftakt machen die beiden Restaurants: „oma & enkel" wird Ende November zum fränkischen Wirtshaus, im Februar 2027 startet das zeitlich begrenzte Fine-Dining-Konzept AURA unchained 172.

Das seit 1869 in Familienbesitz befindliche Posthotel soll in mehreren Etappen neu aufgestellt werden. Ziel ist es nach Angaben von Alexander Herrmann, Wirsberg bis 2032 als eigenständige kulinarische Destination zu positionieren. Herrmann will sich dabei künftig verstärkt der strategischen Weiterentwicklung des Hauses und der Vermarktung Oberfrankens als kulinarisches Reiseziel widmen. Die kulinarische Leitung der beiden Restaurants bleibt bei Tobias Bätz, der ein 42-köpfiges Team führt.


"Je weiter wir gereist sind, desto klarer wurde uns, was wir hier in Franken haben. Unsere Heimat ist keine Grenze. Sie ist unsere größte Stärke, und auf ihr bauen wir die Zukunft dieses Hauses", sagt Herrmann.


Ein erster Schritt folgt am 30. November 2026: Aus dem bisherigen Bistro "oma & enkel" wird ein fränkisches Wirtshaus. Unter dem Leitgedanken "Kei Gschiss, nur Gscheits" verbindet Speisekarte zwei unterschiedliche Zugänge zur regionalen Küche. Auf der „Wirtshaus-Seite" stehen unter anderem Kalbskopf, Bries und Beuscherl für die Urform der bodenständigen fränkischen Küche, während die "Gasthaus-Seite" Klassiker wie Schnitzel, Geschmortes und Wurst mit Kraut versammelt. Das Future Lab ANIMA ist über seine Kontakte zu Metzgern und Erzeugern eingebunden und soll künftig auch eigene Wurstwaren herstellen. Fortgeführt wird außerdem das Format "knallhart Oma" mit einem Gericht pro Oma.


"Wir wollen die Vergangenheit nicht einfach kopieren. Wir möchten sie bewahren und mit unserem heutigen Wissen weiterführen", beschreibt Tobias Bätz den Ansatz.


Im Februar 2027 folgt die Neuausrichtung des Fine Dinings. Aus dem Zwei-Sterne-Restaurant AURA wird das „AURA unchained 172". Das Konzept greift Erfahrungen aus vier Pop-ups auf, mit denen das Team in den vergangenen zwei Jahren neue Formen des Fine Dinings erprobt hat. Es öffnet bis Ende des Jahres an 172 Abenden.


Vom 5. Februar bis 18. Dezember 2027 öffnet es an 172 Abenden, wobei sich das Angebot in vier saisonale Phasen gegliedert. Der Abend beginnt mit Aperitif und ersten Kostproben bei einer Tour durch die umgebauten Räume des Future Lab ANIMA. Anschließend folgt das Menü im Restaurant, Dessert, Petits Fours und Cocktails werden in einer neuen ANIMA Bar serviert. Das Future Lab zieht dafür für knapp elf Monate in das Posthotel.


Der Preis für AURA unchained 172 beträgt 385 Euro pro Person. Eine Getränkebegleitung kann ab 140 Euro hinzugebucht werden, mit Übernachtung kostet das Angebot ab 495 Euro pro Person. Nach dem Ende des Formats im Dezember 2027 soll die nächste Etappe der Weiterentwicklung folgen.


www.herrmanns-posthotel.de