21.10.2026
Die deutsche Weinmosternte 2026 wird voraussichtlich rund 7,7 Millionen Hektoliter erreichen. Nach der finalen Schätzung des Deutschen Weininstituts (DWI) liegt die Erntemenge damit etwa auf Vorjahresniveau, aber 10 % unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Qualität des neuen Jahrgangs wird in allen 13 Anbaugebieten als sehr gut eingeschätzt.
Die Trockenheit hat sich insbesondere in den drei größten deutschen Weinbaugebieten weniger stark auf die Erträge ausgewirkt als zunächst befürchtet. Rheinhessen kommt voraussichtlich auf 2,3 Millionen Hektoliter und erreicht damit das Vorjahresniveau. In der Pfalz wird mit 2,1 Millionen Hektolitern gerechnet, 12% mehr als 2025. Baden erwartet rund eine Million Hektoliter und damit ein Plus von 3 %. Alle drei Regionen bleiben allerdings unter ihren jeweiligen Zehnjahresdurchschnitten.
Deutlich geringer fallen die Erntemengen in anderen Anbaugebieten aus. An der Mosel werden lediglich 610.000 Hektoliter erwartet, 18 % weniger als im Vorjahr. In Franken liegt die Schätzung bei 326.000 Hektolitern und damit 15 % unter dem Vorjahreswert sowie 20 % unter dem langjährigen Mittel. Auch Sachsen und Saale-Unstrut verzeichnen deutliche Rückgänge gegenüber 2025.
Zweistellige Zuwächse gegenüber dem Vorjahr melden dagegen die Nahe mit 13 %, der Rheingau mit 18 % und die Hessische Bergstraße mit 23 %. Die regionalen Unterschiede führt das DWI insbesondere auf die Niederschlagsverteilung und die unterschiedliche Wasserspeicherfähigkeit der Böden zurück.
Ungeachtet der schwankenden Erntemengen fällt die qualitative Einschätzung des Jahrgangs einheitlich positiv aus. Aufgrund der außergewöhnlich hohen Traubenreife und des sehr guten Gesundheitszustands der Trauben rechnen die Weinbaugebiete mit aromatischen Weißweinen, konzentrierten Rotweinen und hochwertigen edelsüßen Spezialitäten.
Die bundesweite Ernteschätzung beläuft sich auf insgesamt 7,732 Millionen Hektoliter. Gegenüber 2025 entspricht dies einem leichten Plus von rund 1 %.
Einen ausführlichen Bericht, wie sich der Weinjahrgang 2026 in den 13 deutschen Weinbaugebieten entwickelt hat, steht hier zum Download bereit.
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