30.01.2026

Analyse zum Konsumverhalten

Foto: u_rjjtezzea7/Pixabay

SumUp-Analyse zum Start der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie: Gäste kommen häufiger, sind aber sparsamer – leicht positive Entwicklung zum Anfang des Jahres, digitale Trinkgeldfunktion immer beliebter bei den Gästen.

Wie wirkt sich die Mehrwertsteuersenkung auf das Konsumverhalten der Gäste aus? Eine aktuelle Auswertung* des globalen Finanztechnologie-Unternehmens SumUp zeigt ein differenziertes Bild: Während die Zahl der Transaktionen im Vergleich zum letzten Jahr mit +12,46 % deutlich höher ist, ist der zu zahlende Rechnungsbetrag durchschnittlich um 12,84 % gesunken. Die Gäste haben offenbar ihre Ausgaben stärker im Blick und bestellen weniger.

Die Ergebnisse im Überblick

  • Die aktuelle SumUp-Auswertung zeigt: Gastronomische Angebote bleiben Anfang Januar gefragt, doch die Ausgaben pro Besuch sinken spürbar. Statt hoher Einzelbeträge dominieren kleinere Beträge.
  • Die Sparsamkeit zieht sich dabei wie ein roter Faden durch ganz Deutschland. Einzelne Bundesländer zeigen dabei einen deutlich stärkeren Rückgang bei den Beträgen. Regional fällt auf: Im Saarland (-24 %), Thüringen (-24 %) und Sachsen-Anhalt (-22 %) achten Gäste besonders aufs Geld.
  • Mit Blick auf die regionale Entwicklung zeichnet sich ab, dass in den ostdeutschen Bundesländern die Kartenzahlung weiter stark an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig zeigt sich eine klare Ost-West-Dynamik bei den Kartenzahlungen: Thüringen (+58 %), Mecklenburg-Vorpommern (+38 %), Sachsen-Anhalt (+31 %) und Brandenburg (+22 %) verzeichnen deutliche Zuwächse, während westdeutsche Bundesländer insgesamt moderater wachsen – einzig das Saarland sticht auch hier mit +22 % hervor.
  • Die Auswertung der ersten Jahreszahlen zeigt zudem, dass die digitale Trinkgeldfunktion immer beliebter wird. Auch wenn die eigenen Ausgaben sinken, honorieren Gäste den erbrachten Service. 40 % mehr wurde die digitale Trinkgeldfunktion im Vergleich zum letzten Jahr genutzt. Dabei zeigt sich, dass der Anteil am Rechnungsbetrag nahezu gleich geblieben ist. Das deutet zudem auf eine positive Grundstimmung gegenüber Gastronomiebetrieben und Servicepersonal hin.
  • Food Trucks profitieren besonders stark. Die Zahl der Transaktionen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 %, während die durchschnittlichen Einnahmen über Kartenzahlungen um 7 % zunahmen. Besonders beliebt ist hier die digitale Trinkgeldfunktion. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Trinkgeldfunktion um 60 % häufiger genutzt – ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Bereichen in der Gastronomie.

Der Jahresauftakt bestätigt einen zentralen Branchentrend: Gäste sparen sich nicht den Besuch, sind aber preissensibel.

www.sumup.de

*Methodik Datenabfrage: Die SumUp-Auswertung hat anonymisierte Transaktionen, also über SumUp getätigte Zahlungen, pro Händler in ausgewählten Kategorien vom 1. bis zum 15. Januar 2026 ausgewertet. Bei der Analyse handelt es sich um eine Vergleichswertanalyse, wobei der Zeitraum vom 1. bis zum 15. Januar 2025 als Vergleichszeitraum fungierte.